Von der "Entrümpelung" zum Museum
Hans-Joachim Trümper rettet altes Sanitätsmaterial vor der Entsorgung

 

Hans-Joachim Trümper war im DRK Berlin -Kreisverband Neukölln- als Ehrenamtlicher Helfer mit der Aufgabe betraut DRK-Sanitätsmaterialien zu verwalten. Hierbei stieß er auf altes DRK-Material, welches ausgesondert werden sollte. Weil diese Materialien nicht mehr den Standarderfordernissen für DRK-Einsätze entsprachen. Herr Trümper sah nicht ein, das Material dass völlig in Ordnung war zu entsorgen und lagerte es in einem Keller des DRK-Kreisverbandes Neukölln.

Bereits im Jahr 1983  war der Keller mit altem Sanitätsmaterial so gefüllt, dass ein zweiter Keller gebraucht wurde. Ein kleiner Keller wurde im Haus noch gefunden. Es sprach sich schnell herum, dass Herr Trümper historische DRK-Gegenstände sammelt. Der sogenannte Fundus wuchs stetig , litt aber sehr unter der Feuchtigkeit in den Kellern.


Zu den Vorbereitungen der 100 Jahrfeier des DRK Kreisverbandes Neukölln
im Jahre 1988 kam aus den Reihen des Festausschusses der Vorschlag, die gesammelten historischen Gegenstände von Herrn Trümper zu einer Ausstellung aufzubereiten. Gesagt getan, es wurde eine Ausstellung zum 125. Bestehen des Roten Kreuzes weltweit und zum 100 jährigen Jubiläum des DRK Kreisverbandes Neukölln vorbereitet.

Von Anfang August bis Ende September wurden die aufbereiteten Sammlerstücke in eine Ausstellung eingebunden und im Heimatmuseum Neukölln gezeigt. Die Resonanz der Besucher war durchweg positiv. Herr Trümper überlegte nun die Ausstellung als Wanderausstellung und später (wenn geeignete Räume gefunden werden) als Dauerausstellung in einem Museum zu erhalten.

Vorerst wurde die Ausstellung als Wanderausstellung im Bundesgebiet (Lage, Hörstel und in Lemgo im Hexenbürgermeisterhaus) gezeigt. Zuletzt wurde die Ausstellung in Berlin im Rathaus Schöneberg der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Das Rotkreuz-Museum Berlin wurde vom damaligen Präsidenten des DRK Berlin Herrn Dr. Wolfgang Schmidt am 06. Juni 1990 in zwei Räumen des Britzer Damm 104 -106 in Neukölln eröffnet.

Im Januar 1995 zog das Museum in den Landesverband Berliner Rotes Kreuz in die Bundesallee 73 um. Hier standen mehrere Räume zur Verfügung. Es wurde jetzt auch verstärkt Werbung bei den Rotkreuzorganisationen im Bundesgebiet und Berlin betrieben. Auch die Schulen in Berlin wurden stärker beworben.

Am 29. Januar 2003 gründeten die Ehrenamtlichen Mitarbeiter einen selbständigen Verein, den Deutsches Rotes Kreuz, Rotkreuz-Museum Berlin e.V.

Der DRK-Landesverband Berliner Rotes Kreuz stellt dem "Rotkreuz-Museum Berlin e. V." Räume für eine Ausstellung zur Verfügung. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer begaben sich an die Renovierung und die Gestaltung einer neuen Ausstellung.

Mitglieder des Aktivkreises gestalteten die Dauerausstellung "Im Mittelpunkt der Mensch", die einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Roten Kreuzes von der Gründung 1863 bis heute gibt.